Schamaika
WOHNEN

Stellen Sie sich
einfach einmal vor ...

... Ihr gesetzlicher Betreuer, früher war es der Vormund, bringt Sie eines Tages in ein fremdes Haus an einem Ihnen völlig unbekannten Ort. Die Erzieherin zeigt Ihnen das Zimmer, 14 Quadratmeter groß, nach der Heimmindestverordnung eingerichtet mit Schrank, Tisch, Bett und Stuhl. Dusche und Toilette müssen sie mit zwei anderen Bewohnern teilen.

Ihr Taschengeld und der karge Werkstattlohn reichen für eine Packung Zigaretten und eine Cola täglich.

Die Betreuer dokumentieren in akribisch geführten Akten, ob Sie die verordneten Medikamente nehmen, wann Sie gut und wann Sie schlecht gelaunt sind, ob Sie hilfsbereit, jähzornig oder in ihrem Verhalten festgefahren sind.

Sie müssen sich anpassen an Regeln, die nicht Ihnen, sondern der Institution und den Betreuern helfen.

In dem Heim werden Sie nun wohnen, vielleicht lebenslänglich. Sie könnten auf die Idee kommen, es handele sich um Freiheitsentzug.

Wir haben nicht das Ziel, ein Heim zu sein, sondern ein Heim zu geben.

Schamaika